k4R Selfassessment
Video

Sortieren Sie!

Videokapitel 2 Modul / Woche 1

Hallo, Hanns-Stefan Finke hier, willkommen zurück. 

Der schwierigste Teil ist geschafft, Sie haben - nehme ich an - eine ganze Fülle
      von Gedanken, Ideen, Einfällen gesammelt. 

Gut so! 

Jetzt brauchen wir sie nur noch gemeinsam zu sortieren und einzuordnen. 

Dann können wir Gegenstrategien zusammenstellen
            und die einzelnen Hindernisse gemeinsam
      Schritt für Schritt aus dem Weg räumen. 

Also gleich weiter. 
      Haben Sie Ihre Mindmap zur Hand?


DER FÜLLE HERR*IN WERDEN


Bitte gehen Sie im Folgenden einige Male schnell die Einträge durch, 
      wie hier beschrieben.
      Wenn Ihnen dabei noch zusätzliche Ideen kommen,
tragen Sie sie bitte einfach ein. 

Für die Durchgänge pausiere ich das Video jeweils,
      bitte folgen Sie den Bearbeitungsschritten und fahren dann
            jeweils mit dem Video fort. 


DOUBLETTEN STREICHEN


Finden Sie alle Doubletten und streichen Sie sie. 

Ein gutes Beispiel wäre:
      Ich rauche, weil ich auf den Aschegeschmack nicht verzichten will, 
und: 
      Es schmeckt mir halt. 
Beides bezeichnet im Kern dasselbe. 

Bitte streichen Sie immer die allgemeinere Formulierung, so dass die konkretere
      stehen bleibt. 

      Es schmeckt mir halt.
      Ich rauche, weil ich auf den Aschegeschmack nicht verzichten will. 

Gut. Jetzt Sie! 
Bis gleich. 

* * *

Danke schön! 


DIE FÜLLE SORTIEREN


Für den nächsten Schritt brauchen Sie entweder zwei Stifte

      mit unterschiedlichen Farben

                  - Buntstifte sind ganz hervorragend geeignet:

            die kindlichen Farbtöne sprechen Ihre tiefen Erinnerungsschichten an,
                  so etwas kann das Erfahrungsgedächtnis besonders beeindrucken - 

      oder, wenn Sie keine Farbstifte zur Hand haben 

           (kein Beinbruch),
      dann markieren Sie in dieser ersten Runde
            bitte einfach mit X und O

Unterscheiden Sie zwischen leicht zu widerlegenden Hindernissen
      und schwer zu widerlegenden.  

Was meine ich damit?


SCHNELLE WIDERLEGUNGEN

Jeder Punkt, auf denen Ihnen innerhalb von 2 Minuten
            eine schlagfertige Antwort einfällt, 
      gehört zu den leicht widerlegbaren. 

Alle anderen kommen in Ablage 2. 

Was meine ich damit? 

Gehen Sie die Einträge durch, überlegen Sie kurz, 
      streichen Sie die ursprüngliche Behauptung durch
      und schreiben Sie gut lesbar den Gegengrund darüber.

Zum Beispiel, Sie haben geschrieben:

      Es schmeckt ... 

Durchstreichen oder ersetzen. Und zwar wie? 
      Je nach Vorliebe:

      Es schmeckt ... nach Asche! 

Oder: 

      Es schmeckt ...
      Orangen schmecken allerdings besser.

Sie könnten sogar noch einen Gedanken dranhängen:

      ... und an denen sterbe ich nicht.

Oder:

      Es schmeckt ...
      Aber alles andere, Obst, Gemüse, Fisch, Salat,
            schmeckt mir durch das Rauchen weniger! 

Das ist übrigens wahr - und bedauerlich.

Aber schon wenige Tage nach Rauchstopp kehrt Ihr Geschmackssinn zurück, 

      und die Welt wird - allmählich - wieder intensiver.

Auch das übrigens könnte in der Mind Map stehen:

      Durch Rauchen wird alles intensiver. 

Ist das so?
Ich kenne beide Seiten, und in meiner Erfahrung ist das Gegenteil der Fall:

      Durch Rauchen wird alles intensiver.

      Durch NICHTRAUCHEN wird alles intensiver. 

Das Erleben wird intensiver, der Geschmack, die Sinne, die Farben,
      all das kehrt in kürzester Zeit zu Ihnen zurück. 

Schreiben Sie etwas, das Ihnen entspricht, 
      es kann kurz und knapp sein oder lang und ausgefeilt. 
Eine ernsthafte Richtigstellung oder ein schlagfertige Witz, 
      jedenfalls etwas, 
      das Sie überzeugt, und das zu Ihnen passt.

Sobald Sie anfangen zu grübeln und nichts finden:
      Dieser Eintrag gehört in Ablage 2, für die weitere Bearbeitung. 

Eine 0 oder z.B. ein orangefarbener Strich -
      und die Sache ist markiert.

Noch ein paar Beispiele:

      Ich rauche gern. 
      Ich bin gern gesund!

      Rauchen ist frei sein ...
      Nichtrauchen ist noch freier sein.  

      Zigaretten machen schlank ...
      Zigaretten machen krank!

Übrigens ein Punkt mehr, warum es gut ist, dass Sie aufhören.
Ich werde nicht müde zu sagen, wenn etwas, das - außer Essen - so tief
      in den Körper und seine biochemischen Vorgänge eingreift,
      dass der Stoffwechsel und das Körpergewicht sich dadurch ändern -
            das kann nur falsch sein.  

Oder:

      An irgendetwas muss man eben sterben ...
      Bevorzugt allerdings an Altersschwäche
            und nicht röchelnd in der eigenen Lunge ertrinkend.

Oder einfach:

      An irgendetwas muss man eben sterben ...
      Ich würde mir jedoch gern noch etwas Zeit lassen damit.  

      Rauchen ist sozial.
      Komischerweise haben Nichtraucher ebenfalls ein soziales Leben,
      wir sind also gar nicht aufs Rauchen angewiesen! 

      Rauchen ist gut für die Nerven.
      Rauchen zerstört die Nerven.

      Rauchen hilft gegen Stress.
      Stress, der ohne das Rauchen viel moderater wäre.

      Ich kann es nicht aufgeben.
      Ich gebe nichts auf, ich gewinne etwas: Ein gesünderes, erfolgreicheres Leben.

      (Selbst wenn ich es im Augenblick noch nicht sehe ... Es kommt!) 

      Und wenn ich sterbe, erspart es mir das Alter.
      Aber erst werde ich früher alt, das Rauchen erspart mir nicht das Alter,

            sondern die mittleren Jahre. 

Auch das ist wahr. 

Und so fort. 
Die einen ein 0, das ist Ablage 2, 
      die anderen X, die widerlegen Sie sofort. 

Ich pausiere wieder, damit Sie alles durchgehen können. 
Bitte finden Sie Ihre eigenen Worte! 

Danach kommen Sie wieder hierher zurück. 

Bis gleich! 

* * *

Willkommen zurück! 
      Geschafft?

Sehr gut.

Wozu dient das Ganze?
      Falls Ihnen mal wieder der Gedanke "Zigaretten machen schlank"
            durch den Kopf schießt, wissen Sie,
      wie Sie kontern können.

Sie haben es selbst formuliert.

"Zigaretten machen krank."

So ist es.
Übrig bleiben die Hindernisse, die Ihnen potenziell gefährlich werden könnten.


HAUPT- UND NEBENHINDERNISSE

Es folgt: Der dritte Schritt.
      Sofort unterteilen Sie wieder: 

a. Die wirklich gefährlichen, 
      die Haupthindernisse, die auch mal einen Rückfall begleiten, 
            wenn nicht sogar verursachen können.
Haben Sie einen roten Stift? 

      Sie könnten die Haupthindernisse damit schraffieren … 

b. Einen lilafarbenen?
      Der eignet sich für die weniger bedeutsamen Nebenhindernisse
            die sich einfach nur anlagern. 

Seien Sie nicht zu streng mit sich,
      Sie können die Haupt- und Nebenhindernisse ruhig nach spontaner Intuition verteilen,
       dies ist keine Seminararbeit,
            für die es nur einen richtigen Lösungsweg gibt. 

Wichtig ist, dass Sie sich selbst wohl fühlen damit. 


HAUPTHINDERNISSE

Die Haupthindernisse sind diejenigen, 
      welche die Rauchentwöhnung tatsächlich verkomplizieren. 

Für mich beispielsweise
      lag eine der Hauptschwierigkeiten aus der Abhängigkeit herauszukommen
            zu meiner Raucherzeit darin, dass ich mich häufig mit jungen Schriftstellerkollegen traf,
die ebenfalls rauchten - was mich ansteckte

In mir schrie es fast ständig:

      Zigarette! Jetzt, 

weil ich nach langen Jahren Rauchkarriere
      fast den ganzen Tag lang durch Situationen stolperte,
in denen ich üblicherweise eine Zigarette angezündet hätte. 


NEBENHINDERNISSE

Die Nebenhindernisse
      betreffen diejenigen Aspekte der Entwöhnung,
            die zwar nicht sofort widerlegt werden können,
      die Sie aber (wenn vielleicht auch nur vorläufig, auf Zeit)
      billigend in Kauf zu nehmen bereit sind - schlicht,
            weil die Sache selbst nicht so wichtig ist. 

Wenn Sie z.B. gefunden haben: 

      Ersatzstoff Traubenzucker hilft nicht beim Entzug, 

dann ist das zwar nicht unmittelbar zu widerlegen, 
aber für sich genommen derart nebensächlich,
      dass es kaum ins Gewicht fällt. 
Dass Ihnen persönlich Traubenzucker keine Hilfe beim Entzug ist, 
      hindert Sie wahrscheinlich nicht daran,
das Rauchen aufzugeben. 

Sollte es jedenfalls nicht. 

Bitte gehen Sie jetzt einmal Ablage 2 durch und markieren Sie!
Nebenhindernisse hängen übrigens gern von den Haupthindernissen ab -
      sind diese erledigt, erledigen sich jene gleich mit.
      Die unbedeutenderen Nebenhindernisse bleiben für eine spätere Erledigung übrig. 

Also los! 
Bis gleich! 

* * *

Sehr gut. Und weiter geht's.


GEFILTERTE ERGEBNISSE

Wahrscheinlich ist nicht mehr
      als eine Handvoll von Haupthindernissen übrig geblieben. 
Sie können sie in eine kurze Liste in Ihrem Nichtraucherbuch schreiben. 

Bitte lassen Sie jeweils mindestens eine halbe Zeile frei,
      für kommende Einträge. 

Hier ist meine Liste. Ihre sieht sicher ganz anders aus. 

Wie viele Punkte hat Ihre Liste? Welche?
Bitte schreiben Sie einmal alles zusammen. 

Ich pausiere. Bis gleich! 

* * *

Gut. 

Das sind also die herausgefilterten, ernstzunehmenden Hindernisse, 
      mit denen wir es zusammen im Nichtraucher-Coaching zu tun haben, 
            das, was bei Descartes die Teilschritte eines Problems sind. 

Wie machen Sie sie beherrschbar und ordnen ihnen passende Gegenstrategien zu? 
Indem Sie sie zu Gruppen zusammenfassen, und für jede dieser Gruppen
      das passende Instrumentarium nutzen. 

Das ist der Schwerpunkt der nächsten Wochen. 
Das Sortieren und Verstehen der einzelnen Gruppen folgt jetzt. 

Bitte rufen Sie dazu jetzt das nächste Videos auf, 
      Das 7-Körbe-Modell

Bis gleich!

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