k4R Gewicht halten
Video

Weitere Fragen

Videokapitel 4 Modul / Woche 1

Hallo, Hanns-Stefan Finke hier, willkommen zurück! 

In diesem Video möchte ich in aller Kürze zusammenfassen, was ich Ihnen bisher

      mehr oder weniger im Großformat ausgepinselt habe. 


Vorher aber noch zwei Randthemen, die schnell erledigt, 

      aber bei Weitem nicht ohne Potenzial sind. 


DARMBESIEDELUNG


In Video 1: Hintergründe habe ich über die Veränderung der Darmflora

      bei Ex-Rauchern gesprochen, und dass

mit probiotischen Lebensmitteln hier nicht viel zu erreichen ist. 


Mein Vorschlag: Versuchen Sie es mit einer Darmkur.  Das klingt

      unappetitlicher, als es ist. Eine Darmkur besteht einfach 

in einem Set gezielt ausgewählter, gesunder Bakterien, die Sie

als Pulver einem Glas Wasser täglich zusetzen, um die Darmbesiedlung 

      wieder auf Vordermann zu bringen. Möglicherweise

muss der Darm vorher gereinigt werden, indem Sie ihn komplett entleeren. 


Einen Versuch ist es immerhin wert. 


Aber glauben Sie nicht mir, glauben Sie Ihrem Arzt oder Apotheker. 

      Lassen Sie sich, bitte, beraten! 


BRAUNE FETTZELLEN


Dies ist ein weiterer, schöner Trick, mit Hilfe dessen Sie 

      wieder ein-, zweihundert Kalorien am Tag verbrennen können. 


Er hängt mit Ihrer Körpertemperatur zusammen. 


Im Kern geht es um die Aktivierung Ihrer Thermoregulation

      durch die sogenannten braunen Fettzellen. 

Die Fettzellen verbrennen aktiv Kalorien anstatt sie zu speichern, sie 

      erzeugen Körperwärme 

      und erhöhen den Ruhe-Energieverbrauch. 

Außerdem verbessern sie Insulinsensitivität und Cholesterinwerte. 


Das Fett, das zur Speicherung von Energie dient, 

            ist weiß-gelb. Das braune Fettgewebe hingegen, zwar schon länger bekannt,  

ist erst in den letzten Jahren Gegenstand intensiverer Forschung geworden. 

      Durch die hohe Anzahl von Mitochondrien, die in den Zellen aktiv Kalorien verbrennen, 

färbt sich das Fettgewebe braun. 


Die braunen Fettzellen lassen sich 

      nach heutigem Kenntnisstand mithilfe von zwei Methoden aktivieren. 

Diese sind: Kälte und Schärfe. 

Außerdem werden derzeit verschiedene Möglichkeiten 

      pharmakologischer Aktivierung erforscht. Erste Ergebnisse hierzu werden erst

     um 2022/23 erwartet.  

      

Über Schärfe - Paprika und Chili - haben wir im Video: Ernährung schon gesprochen. 


Kälte:

Besorgen Sie sich ein Innenthermometer und lüften Sie 

      und/oder stellen Sie Ihren Thermostat herunter. 

Schlafen Sie kühl, bei 17 bis 19 Grad Celsius, wenn Sie können, 

      bleiben Sie auch tagsüber unter 21 Grad, und wenn Sie 

            ein Übriges unternehmen möchten,
      lassen Sie auf Ihre warme Dusche am Morgen

eine kühlere folgen, bis Sie sich daran gewöhnt haben und nach und nach 

      auf die warme verzichten können. 


Machen Sie aus kühl mit der Zeit kalt, aus wenigen Sekunden 

      nach und nach ein, dann zwei Minuten usw. 

Es wird lange Zeit eine Überwindung bleiben, aber trotzdem wird es leichter. 

Wahrscheinlich ist der Preis von ein paar Minuten kalten Duschens jeden Tag 

      für gezielten Gewichtsverlust und verbesserte Fitness

nicht zu hoch. 


Allerdings müssen Sie einige Monate einkalkulieren, 

      bis die Aktivierung greift, sich zusätzliches braunes Fettgewebe bildet

und dieses seine Arbeit aufnimmt. 


Trotzdem ist es ein zusätzlicher Effekt. 


ALLES IN ALLEM


Nun also zum Fazit


Wenn Sie Ihr Gewicht nach Rauchstopp halten möchten, 

      können Sie vier Strategien verfolgen - einzeln oder gleichzeitig. 

Neben der Darmkur und der Aktivierung Ihres braunen Fettgewebes

sind dies diese beiden: 

      Zum einen können Sie Ihre Ernährung leicht umstellen. 

Sie sind dabei, sich vom Rauchen zu verabschieden, da

      verändern sich ohnehin Ihr Geschmack, Ihre Gewohnheiten, Ihre Vorlieben. 

Warum nicht das nutzen

      und auch auf weniger gesundes Essen verzichten - und dafür 

      gesünderes wählen. Wenigstens ab und zu. 


Die Kombination von Zucker, Fett, Kohlenhydraten und stark gewürztem Fleisch

im Fast Food Laden

      löst mitunter ihrerseits Abhängigkeiten aus 

            - auch hier wieder über die Ausschüttung von Neurotransmittern

            im Belohnungssystem, allen voran 

                        Dopamin -,  

      die Sie meiden sollten. 


Sie kennen das nun, zur Genüge - und können dieselben Kniffe und Methoden, 

      die Sie hier im Nichtraucher-Coaching kennen gelernt haben, 

auch darauf anwenden. Lassen Sie sich nicht süchtig machen! 

      Verschieben Ersetzen Ablenken Vergessen. 


Außerdem: Bewegen Sie sich! 

      45 Minuten am Tag, verteilt auf mehrere Einheiten, die sich leicht 

            in den Alltag integrieren lassen - 

und Sie verlieren nicht nur Gewicht, 

      sondern Sie trainieren Ihre Muskulatur, 

      verbessern Ihre Linie, kräftigen Beine Bauch Po, und

sind innerhalb weniger Wochen besser in Schuss als seit Langem.


Auch hier helfen Ihnen wieder die Techniken aus dem k4R-Coaching: 

      langsame Übergänge, konsequentes Einüben, Herausbilden

      neuer Gewohnheiten. 

                  Smartes Training. 


Das klingt unspektakulär - 

      ist es vielleicht sogar auch -, aber 

      es hilft. 


DER GEWICHTSREGLER


Eine Sache noch. 


Wir waren bei Thermoregulation.

Sie kennen den Körper-Mechanismus, der im Erkältungsfall oder bei Entzündungen 

      zur Erhöhung der Körpertemperatur führt.

Das thermoregulatorische Zentrum - also das Temperatur-Steuerungszentrum für die Körpertemperatur, 

      das im Hypothalamus sitzt - setzt bei Fieber einfach die Körpertemperatur auf einen gewünschten, 

      höheren Wert, der Viren und Bakterien schädigt,

            und über verschiedene Regulationsmechanismen (Zittern, Schüttelfrost, Schwitzen usw.) wird diese neue

            Temperatur konstant gehalten. Dazu wird sie über körpereigene Sensoren, 

z.B. in Haut, Bauchraum, Hirn und Rückenmark 

      immer wieder - wie über die Messfühler einer Maschine - erspürt, 

      mit dem Wunschwert verglichen und dann korrigiert. 


Einen vergleichbaren organischen - noch komplexeren - Mechanismus 

      hält Ihr Organismus auch für Bewegung und Zustände vor. 


Über die Eigenwahrnehmung des Körpers befinden Sie sich in einer ständigen 

      Feedbackschleife, 

in der Ihr somatosensorischer Cortex - ein Teil der Großhirnrinde - über Position, Stellungswinkel, Aktivitätszustand, Widerstand und Kraftaufwand 

      seiner Gelenke, Extremitäten, seiner Bewegungen oder statischen Lage 

sowie 

      - über die Tiefenwahrnehmung - auch 

über innere Spannungen und Geschwindigkeit 

      auf dem Laufenden gehalten wird. 

      Im Kleinhirn führt dies zu größeren und kleineren Korrekturen 

von Aufwand, Richtung, Kraft 

      und schließlich zur Bestätigung des Zielzustandes. 


Dies, die körperliche Eigenwahrnehmung

      - die sogenannte Propriozeption -, 

      betrifft auch Ihr Gewicht. 


Nehmen wir an, Sie hätten zugenommen, sagen wir, über Ostern oder Weihnachten 

      oder während einer Bettlägerigkeit, die Ihnen 

            ausreichend Bewegung verwehrte - und zwar um drei Kilo. 


Ihr Referenzgewicht wird um 3 kg niedriger liegen, und Ihr Körper wird alles tun, 

      das vorige Referenzgewicht zu erreichen. 

            Weniger Appetit, schwächere Umsetzung der aufgenommenen Kalorien, 

Bewegungshunger, gesteigerte Verdauungstätigkeit usw. 

      haben - unter anderem - die Aufgabe, den (vorigen) Referenzzustand zu erreichen. 

Ihr Körpergefühl, das gefühlte "richtige" Gewicht und das reale Gewicht

      passen nicht zusammen. Ihr Körper ist bemüht, diese Lücke

            zu schließen. Ginge alles wie normal, 

würden Sie in kürzester Zeit die drei Kilo fast von selbst wieder loswerden. 


Das ist bei vielen Ex-Rauchern und Ex-Raucherinnen der Fall. 


Bei anderen wieder nicht - warum? Weil zuerst das Rauchen,
      dann aber auch der Rauchstopp

            alles durcheinander gebracht haben. 

Die Propriozeption funktioniert nicht mehr richtig,

      die Selbstregulation des Organismus

            ist aus dem Takt, und das Ziel- oder Referenzgewicht Ihres Körpers

     sitzt nicht mehr dort, wo es soll. 


Haben Sie erst einmal zugenommen - und sind eine Weile dabei geblieben! -, 

      wird es schwieriger mit dem Abnehmen. Der Körper hat sich auf das neue Gewicht

            eingestellt, es ist zum neuen Referenzgewicht geworden. 

      Wenn Sie jetzt abnehmen,
            erhalten Ihre Systeme der Selbstwahrnehmung und Korrektur

den Eindruck, Sie befänden sich in Not, 

      Sie würden attackiert, 

            und er versucht nun wieder Maßnahmen zu ergreifen, nach denen er 

      den weiteren Abbau Ihrer gelernten Körperstruktur 

            verhindern oder sogar rückgängig machen will. 


Das ist die Erklärung für die häufigen Plateaus beim Abnehmen, bei denen es

      scheinbar nicht mehr weiter herunter geht. 


Lassen Sie sich davon nicht entmutigen, irgendwann hat der Körper 

      sich auf das neue, niedrigere Gewicht nach dem ersten Abnehmen eingestellt, 

und von da aus

      können Sie wieder ein paar Kilo hinunter. 


Schritt für Schritt. 


Und das war's. 


Klüger essen, klüger bewegen, eine Darmkur und kalt Duschen. 

Das sind meine Tipps. 


Natürlich gäbe es noch unendlich viel mehr zu diesen Themen zu sagen. 

      Aber das gibt es ja immer. 


Beispielsweise: Wenn Sie zu denen gehören, für die

      Biohacks und Nahrungsergänzungsmittel nicht von vornherein ausgeschlossen sind,

            dann empfiehlt sich Berberin, 

      das den Blutzuckerspiegel senkt und den Muskelaufbau unterstützt, 

ferner Präparate mit Resveratrol bzw. Fo-Ti, Quercitin und / oder NR [Nicotinamid Ribosid], 

sowie Epitalon,

      die angeblich allesamt in verschiedenen in vitro, Tier- und Humanversuchen

eine lebensverlängernde Regeneration des Körpers 

    auf Zellebene angestoßen haben sollen. 


Wenn das alles stimmt, ist es sensationell.

      Die weitere Entwicklung sollte man auf jeden Fall im Auge behalten. 


Vielleicht ist das aber auch alles nur Schlangenöl, 

in das man ein paar biochemische Formeln hineingemischt hat. 

      Jedenfalls wird es kaum schaden, Ihrer Langlebigkeit 

                  - nachdem der Zigarettenrauch ihr lang genug zugesetzt hat -, mit den seriöseren unter diesen Anti-Aging-Angeboten

      wieder etwas auf die Sprünge zu helfen. 

            

Falls Sie sich eingehender mit der Materie beschäftigen wollen, 

      finden Sie online viele weitere ausgezeichnete Informationen. 

Im anhängenden PDF empfehle ich Ihnen Anbieter und Quellen 

            - keine Partnerprogramme, ich verdiene an der Empfehlung nichts -, 

                  die ich für interessant und tatsächlich eher belastbar halte. 


Soviel also zur Praxiswoche des k4R-Nichtraucher-Coachings. 


Ich hoffe, Sie konnten das eine oder andere interessante Detail mitnehmen, 

      das sich nutzbringend in Ihren Alltag einbauen lässt, um

Ihr Gewicht nach dem Rauchstopp zu halten. 


Wir sehen uns in der nächsten Programmwoche, der Exit-Woche wieder, 

      dann wieder ganz 

            auf den Rauchausstieg fokussiert. 


Bitte halten Sie für übermorgen ein paar Zigaretten und die Packung zurück, 

denken Sie an Ihre Rahmenzeiten

      und vergessen Sie nicht, sich eine schöne, große Belohnung zu gönnen!


Verdient haben Sie's.  


Viel Erfolg bei allem! 

Bis dann.   

Pen
>